Das altgriechische Wort Psyche bedeutet Schmetterling, also etwas Zartes, Empfindsames. So ist die Psyche auch ein sehr sensibles Instrument, das hochfein, wie ein Seismograph, auf Eindrücke aus der Außenwelt und auf mentale Aktivitäten sowie krankhafte (somatische) Störungen in der eigenen Innenwelt reagiert. Wir sprechen von Psychosomatik.
Wann sprechen wir von psychischen Störungen, wann von einer gesunden Psyche?
Als gesund gilt, wenn wir unser psychisches Gleichgewicht - bis auf die normalen emotionalen Schwankungen, die zum Menschen gehören - nicht verlieren, unsere Gedankenaktivitäten und -abläufe klar (objektiv) beobachten und kontrollieren können.
Das Spektrum einer kranken Psyche ist sehr breit. Aber kennzeichnend ist in den meisten Fällen die Schwierigkeit in einer zufriedenen Gestaltung des eigenen Lebens. Diese Patienten können oft die Vergangenheit nicht loslassen, keine sinnvollen Zukunftspläne machen und sich auch nicht mit der Gegenwart auseinanderset
zen. Den totalen Verlust der Realität nennen wir Schizophrenie.