Gelenkerkrankungen aus ganzheitlicher Sicht
Beschwerden in den Gelenken können sehr vielfältige Ursachen haben. Erst wenn die wahren Ursachen aufgedeckt und die Zusammenhänge erkannt sind, kann die naturheilkundliche Therapie zum Erfolg führen.
Häufig unterschätzt werden die Auswirkungen, die eine Fehlstellung von Zähnen auf die gesamte Statik des Körpers haben kann. Zähne und Skelettsystem bilden eine Einheit; es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Zähnen und Wirbelsäule.
Aber auch (vielfach unerkannte) Erkrankungen von Organen wie Magen, Galle, Herz, Leber, Darm usw. können sich auf die Gelenke auswirken und dort Beschwerden verursachen.
Nicht zu vernächlässigen ist auch die Bedeutung der Ernährung und - davon abhängig - gegebenenfalls eine Übersäuerung des Körpers.
Zähne und Statik des Körpers
Die Zähne gehören zum Skelettsystem, bilden also eine Einheit mit dem Skelett.
Wird ein Zahn gezogen, und die Lücke nicht geschlossen, können die benachbarten Zähne in die Lücke kippen und die ganze Statik negativ beeinflussen, manchmal innerhalb von 2 - 3 Jahren, je nach Kompensationsfähigkeit des Körpers.
Sollte eine erneute Störung auftreten, z.B. eine zu hohe Krone, Füllung oder nicht passende Brücke, alles was nicht in das kompensierte Funktionsprogramm passt, kann der Körper nicht mehr adaptieren und es kommt zu den verschiedensten Störungen, aufgrund der gestörten Okklusion (Zusammenbiss der Zähne): z.B. Zahnschmerzen, Kopfschmerzen, Gesichts-, Nacken-, Ohrenschmerzen, Ohrensausen, Schluckbeschwerden, Übelkeit mit Neigung zum Erbrechen, Nervosität, Schwindel, Augendruck, Müdigkeit, Schilddrüsendysfunktion, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Menstruationsstörungen, Krampfadern und psychische Probleme.
Die Auswirkungen auf das Skelettsystem können statische Veränderungen in der Wirbelsäule sein, beginnend von dem 1. Halswirbel (Atlas) bis zum Ileosacralgelenk, vom steifen Nacken bis zum Beckenschiefstand.
Ein hundertstel Millimeter Frühkontakt zum gegenüber liegenden Zahn, kann zu einer Halswirbelverschiebung führen, zu Schmerzen und Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich.
Dadurch, daß sich eine Muskelkette vom Hinterhauptbein bis zum Steißbein durchzieht, erklären sich die Verspannungen und Deformierungen der Wirbelsäule. Eine verkrampfte Nackenmuskulatur mit Spasmen der Blutgefäße verursacht aber eine Mangeldurchblutung bzw. Durchblutungsstörungen im Kopfbereich, der Lymphabfluss kann behindert sein, es kommt zur schlechten Entsorgung der Zellen, zu Lymphstau und damit Schmerz.
Außerdem ist zu bedenken, dass der 10. Hirnnerv, der Nervus Vagus, von dem Gebiet des obersten Rückenmarkabschnittes ausgehend, bei Wirbelverschiebungen in seiner Funktionsausübung gestört ist. Das erklärt die Vielfalt von Symptomen außerhalb der Wirbelsäule, vom Speiseröhrenkrampf über Asthma bis zu Darmkrämpfen und Gallekoliken, denn der Vagusnerv mit seinen unzähligen Fasern versorgt die glatte Muskulatur.
Mitbetroffen ist auch das Nervengeflecht des Sympathikus, das ein autonomes, den Körper durchziehendes Steuerungssystem darstellt. Normalerweise wird es durch cerebrale und hormonelle Impulse aktiviert, reagiert aber sehr stark auf mechanische und auch psychische Reize wie chronische Ängste, Ärger etc.
Die Anatomie gibt uns Hinweise, wo und in welcher Weise der Sympathikus sich bemerkbar machen kann. Er entspringt überwiegend im BWS Bereich. Seine Hauptbahnen verlassen das Rückenmark zwischen den Segmenten C8 und L2. Aus den Segmenten C8 bis Th 2/3 werden Kopf und Schultern versorgt, aus Th 3/4 bis Th 7 (Brustwirbelsäule) werden Arme, Brust und oberer Bauchraum etwa bis zur Nabelhöhle innerviert.
So können wir Organbeschwerden bis zum verursachenden Segmentbereich zurückverfolgen oder vom Segment ausgehend die gestörten Organe herausfinden. Forschungen in Amerika haben ergeben, dass ein Druck von 30 mm Quecksilberdruck (ca. das Gewicht eines halben Zuckerwürfels) auf das Rückenmark, das Aktionspotential des Nervenstranges um ca. 50 % reduziert. Im Vergleich dazu beträgt der normale Luftdruck 760 mm Quecksilberdruck. Man kann sich vorstellen, dass man diesen minimalen Druck nicht spürt und eine Verschiebung der Wirbelgelenke keine Schmerzen verursachen muss, sodass die Störung deshalb meistens nicht erkannt wird.
So kann sich unbemerkt die Fehlleistung der Nerven von Vagus und Sympathikus einstellen mit der Folge, dass sich bei den von diesen Nerven versorgten Organen Störungen einstellen. Man fand bei den Forschungen auch noch heraus, dass bei ständigem Druck auf den Nerv dieser eine giftige Substanz aussendet und sich biochemisch verändert. Deshalb können an den betreffenden Stellen Hautreaktionen auftreten wie Juckreiz, Rötung oder Ekzeme und später sogar Geschwüre.
Sinn und Aufgabe der Wirbelsäule ist bekanntermaßen, den Menschen gegen die Schwerkraft der Erde aufrecht zu halten, was nur möglich ist, wenn sie gerade auf dem Becken steht. Steht die Wirbelsäule nicht gerade auf dem Becken, können sich nicht nur die Wirbelgelenke verkanten, sondern auch die Hüft- und Kniegelenke, was zu Abnutzungserscheinungen führt.
Am drastischsten wirken sich allerdings Wirbelverschiebungen aus, durch die Kompression auf die immer zwischen zwei Wirbeln austretenden Nerven, die daraufhin zu Fehlfunktionen neigen.
Da, wie schon erwähnt, Zähne und Skelettsystem eine Einheit bilden, besteht die Wechselbeziehung zwischen Zähnen und Wirbelsäule und umgekehrt.
Okklusionsstörungen können zu Wirbelverschiebungen und zu Beckenschiefstand führen, umgekehrt kann ein Beckenschiefstand zu Gebissanomalien führen.
Wird der Beckenschiefstand beseitigt, kann sich das Zahnsystem wieder zur Norm hinbewegen, wird die Okklusion wieder optimiert durch Korrektur an den Kronen, Brücken, Inlays und Prothesen, verschwindet die Störung in den Wirbelgelenken und die damit verbundenen Schmerzen und Blockaden, sofern nicht schon anatomische Veränderungen eingetreten sind.
Bei einem zu lange bestehenden Fehlbiss aufgrund von mangelhafter zahnärztlicher Arbeitsweise, nimmt das Kiefergelenk Schaden, der Druck auf das Gelenk kann bei zu hoher Krone zu stark sein. Sind die Kronen, Brücken etc. zu tief, liegt die Gelenkkapsel ebenfalls nicht mehr richtig in der Kiefergelenkpfanne. Knackgeräusche im Kiefergelenk bei bestimmten Mundbewegungen deuten auf erworbene Anomalien im Gelenk hin.
Diese Anomalien können aber das gesundheitliche Befinden empfindlich stören, denn das Kiefergelenk ist nicht nur dafür da, dass wir Ober- und Unterkiefer auseinanderbringen und kauen können, sondern es ist auch ein wichtiges neurovegetatives Steuerungszentrum. Fast die Hälfte aller ankommenden Nervenimpulse von der Peripherie des Körpers zum zentralen Nervensystem haben eine Bezug zum Kiefergelenk.
Außerdem hat dieses Gelenk einen Einfluss auf ganz bestimmte Akupunkturbahnen aus der Sicht der chinesischen Medizin, nämlich auf den Dünndarmmeridian, den 3-fachen Erwärmer- bzw. Drüsenmeridian, Gallenblasen- und Magenmeridian.
Eine Dysfunktion der entsprechenden Organe verursacht eine Störenergie, die sich negativ auf die Funktion und Substanz des Kiefergelenks auswirken kann, andererseits kann eine anatomische Veränderung im Kiefergelenk, ausgelöst durch einen Fehlbiss, eine Störung im Meridianverlauf und damit im zugehörigen Organ verursachen.
In der traditionellen chinesischen Medizin geht man außerdem davon aus, dass das Kiefergelenk wegen seiner Bedeutung als neurovegetatives Steuerungszentrum, das gesamte Energiesystem des Organismus beeinflusst und dass dieses Energiesystem dem Nervenssystem übergeordnet ist.
Beschwerden in den Schultergelenken
Mögliche Ursachen:
1. Mechanische Überbelastung z.B. durch Tennisspielen.
2. Beherdete, oder im Kieferknochen steckengebliebene Weisheitszähne. Ein Krankheitsherd kann generell lange stumm bleiben, kann aber durch Infektionen, körperlichen oder starken psychischen Stress sehr schnell aktiv werden, dadurch in unserem Fall z.B. mögliche Irritation auf den Dünndarm selbst, sowie auf die Energieleitbahn des Dünndarms, in welcher energetisch die Schulterrückseite versorgt wird. Auswirkungen: Irritationsschmerzen bis zur manifesten Entzündung von Dünndarm und Schultergelenk, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.
3. Chronische Appendizitis: Schulterschmerzen nur rechts. Divertikulitis meistens im absteigenden Dickdarm, dann Schulterschmerzen links. Beherdete Zähne im Oberkiefer 4 und 5 beidseitig und im Unterkiefer die Backenzähne 6 und 7 ebenfalls beidseitig.
4. Gallenblasenentzündung → Projektion der Störung in die rechte Schulter (s. Headsche Zonen).
5. Chronische Herzbeschwerden oder Angina pectoris → Schmerzprojektion in die linke Schulter.
6. Akute oder chronische Pankreatitis → Schmerzprojektion in die Schulterblätter bis in die linke Schulter.
Hüftgelenke
Die Beweglichkeit des Hüftgelenks wird durch die Kugelform des Gelenks, den Kapselbandapparat und die Muskulatur bestimmt und ist eine grundlegende Voraussetzung für unsere aufrechte Haltung. Geringfügige Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks fallen anfangs kaum auf, da sie reflektorisch durch eine verstärkte Hohlkreuzstützung in der Lendenwirbelsäule kompensiert werden. Wenn bei Belastung Schmerzen in den Hüftgelenken auftreten, ist dies ein Frühsymptom für eine beginnende Arthrose und sollte bereits in diesem Stadium behandelt bzw. sollte nach der Ursache gesucht werden. Schmerzen die Hüftgelenke bei Bewegung und bei Ruhe, handelt es sich schon um eine fortgeschrittene Arthrose.
Mögliche Ursachen:
1. Gallenblasendysfunktion. Der Gallenblasenmeridian versorgt energetisch die Hüftgelenke. Bei einer Über- oder Unterfunktion des Organs fließt eine Fehlenergie durch die Hüftgelenke, was zu einer Entzündung durch Abbau der Gelenksubstanz führen kann.
2. Beherdete oder mit Prothesenklammern versehene Eckzähne (Druck auf Kieferknochen) können eine Störenergie in die Hüftgelenke weiterleiten.
3. Chronische Leberleiden. Die Leber holt sich vom Partnerorgan Gallenblase die Energie. Dadurch zuwenig fließende Energie im Gallenblasenmeridian, energetische Unterversorgung des Hüftgelenks.
Kniegelenke
Bei Kniebeschwerden muss gut abgeklärt werden, ob es sich um ein lokales Geschehen handelt, oder ob die Schmerzen von der Wirbelsäule bzw. den Hüftgelenken in das Knie ausstrahlen. Als weitere Möglichkeit kommt eine Störenergie in Betracht, die von einem entfernt liegenden Herd auf das Gelenk einwirken kann.
Folgende Ursachen sind möglich:
Störung im Verlauf des Magenmeridians (Schmerz unterhalb der Kniescheibe außen) ausgelöst z.B. durch chronische Kieferhöhlenentzündung, beherdete Backenzähne 6 und 7 im Oberkiefer, 4 und 5 im Unterkiefer oder chronische Magenschleimhautentzündung bis zum Magengeschwür.
Schmerzen an der Innenseite der Knie können auf ein Leber-, Pankreas- oder Nierenproblem hindeuten, die Knierückseite auf eine Blasenstörung und die Knieaußenseite auf eine Gallenblasendysfunktion.
Durch die Fernstörungen ergibt sich meistens eine Mischung aus entzündlichen und degenerativen Prozessen mit Verschlechterung der Knorpel- und Bänderelastizität, wodurch sich häufig die Gelenkkapsel überdehnt und sich das vordere Kreuzband in einem anhaltenden Reizzustand befindet. Hierauf begründet sich oft die Ursache für einen späteren Meniskus- oder Kreuzbandschaden.
Trotz Schmerzen sollten die Patienten die Kniegelenke in leichter Bewegung halten, denn durch eine längere Ruhigstellung des erkrankten Gelenks würden sich in kurzer Zeit die Beschwerden verstärken, weil die gesamte Gelenkstützmuskulatur erschlaffen würde. Dadurch würde ein zu starker mechanischer Druck auf das vorgeschädigte Gelenk ausgeübt werden, was den degenerativen Prozess innerhalb des Gelenks verstärken und beschleunigen kann.
Therapie: Ursachen beseitigen!
Hat sich ein entzündlicher Vorgang im Gelenk verselbständigt, ca. 8 Wochen lang Vitamin E, z.B. Uno-Vit-E Kps. (Fa.Wiedemann). Dieses Vitamin ist ein wichtiges Antioxidans, das sich gegen die im entzündeten Gelenk vorhandenen aggressiven freien Radikale richtet und anschließend den Heilungsprozess beschleunigt. Vitamin E sollte immer mit Vitamin C kombiniert werden.
Ammonium phosphoricum D12 bei Gelenkmuskelschmerzen, Arthrose und Gelenködemen.
Lithium carbonicum D10 zur Harnsäureausscheidung, gichtigen Affektionen aller Gelenke, besonders der Hüft- und Kniegelenke,
Gelenkschmerzen generell und Wetterfühligkeit. Mandragora D6 (Alraun): Gelenkentzündungen, schmerzhafte Schwellungen und Gelenkergüsse, eingeschränkte Gelenkfunktionen.
Silicea D6/12: Knackgeräusche in den Gelenken in Verbindung mit Natrium chloratum, Verbesserung des Knorpelaufbaus, Muskelirritationen. Lauwarme Quarkwickel um das erkrankte Gelenk, dadurch können sich Kapselschwellungen und Ödeme spontan zurückbilden. Heilmoorumschläge und Moorbäder, Fango, Apfelessig u.a.
Ererbte Schäden, z.B. bei der Gonarthrose
Informationen von Krankheiten können von Generation zu Generation weitergetragen werden.
Bei der Gonarthrose kann es sich um eine von einem Elternteil oder früheren Vorfahren durchgemachte Geschlechtskrankheit handeln, z.B. die Gonorrhoe. Auch an TBC ist zu denken.
Hier müßte die entsprechende Nosode (Nosoden sind potenzierte Krankheitserreger, die in der Lage sind, die Gesundung einzuleiten) in Hochpotenz zum Löschen der Information gegeben werden.
Primär chronische Arthritis (reaktive Arthritris)
Sie entsteht als Folge von Infektionskrankheiten, sofern diese nicht richtig ausgeheilt wurden und der Körper gegen diese noch unterschwellig fortdauernde Erkrankung keinen Widerstand entgegensetzen kann. Die Arthritis kann in diesem Fall als Zweitkrankheit angesehen werden, entweder nach einer Viruserkrankung wir Röteln, Mumps, Hepatitis, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Coxsackie Infektion, oder einer bakteriellen Infektion wie Scharlach, Ruhr oder Toxoplasmose, Meningokokken, Anginen, Strepto- oder Staphylokokken.
Die schädigenden Stoffe der Erreger verursachen die Entzündungen in der Gelenkkapsel, worauf der Körper vermehrt Antikörper vom Typ IgG bildet, was über das Blutbild feststellbar ist. Diese Immunglobuline verbinden sich mit den sog. Rheumafaktoren, den Anti-Antikörpern zu pathogenen Immunkomplexen, die von den Granulozyten und Zellen aus der Membran der Innenschicht der Gelenkkapsel (Synovia) phagozytiert werden. Bei der Phagozytose werden aber lysosomale Enzyme und Entzündungsmediatoren freigesetzt, die die vorhandene Entzündung weiter anfachen, und auf diese Weise können Knorpel und Knochen zerstört werden.
Erste Anzeichen für den Beginn einer chronische Arthritis sind Gliederschmerzen, die ständig im Körper wandern. Manifest werden die Entzündungserscheinungen zuerst in den Fingergrund- und mittelgelenken.
Die Behandlung muss sich naturgemäß gegen die alten Viren- und Bakterieninfekte richten.
Warum können Säuren, Viren und Bakterien so leicht die Gelenke angreifen ?
Im Gegensatz zu allen anderen Gefäßen im Organismus haben die Kapillaren in den Innenschichten der Gelenke keine Basalmembran, deren Aufgabe es in den Gefäßen ist, als Filter zu wirken und nur ganz bestimmte Stoffe in das Bindegewebe durchzulassen. Durch das Fehlen dieser Basalmembran können Harnsäurekristalle, alle Säuren, Viren, Bakterien und Fremdeiweisse, die auch als Antigene wirken, leichter in die Gelenke vordringen, als es im übrigen Körpergewebe möglich ist.
Körpereigenes Eiweiß, also Albumine und Aminosäuren, die die Mebran durchwandern, werden als Kollagene gespeichert. Fremdes Eiweiß, z.B. von Bakterien, Impfgiften etc. wird normalerweise an den Gefäßwandzellen und an den Kapillarbasalmembranen abgebaut. Dort werden, sofort nach Kontakt mit den Antigenen Antikörper gebildet, es entstehen die sog. Antigen-Antikörper-Komplexe, die in der Folge von Immunkomplexen phagozytiert werden, was gelegentlich eine Entzündung hervorrufen kann.
Da in den Kapillaren der Gelenke besagte Basalmembran fehlt, lagern sich die Antigen- Antikörper-Komplexe direkt an der Gelenkinnenhaut ab und werden dort von der körpereigenen Abwehr angegriffen. Die Folge ist Gelenksentzündung bis zum rheumatischen Fieber.
Scharlach als Streptokokkeninfektion kann so ein Beispiel sein. Wenn die Abwehr die Fremdeiweiße im Blut und Gewebe nicht eliminieren kann und diese in die Gelenke einfließen, kann es dort und in den Nieren zum rheumatischen Fieber kommen.
Es gibt einen Unterschied zwischen Bakterien- und Virusinfektionen. Bakteriengifte (Eiweiße) rufen eine akut-entzündliche Reaktion hervor, die Folgen von Virenerkrankungen stellen sich aufgrund der nicht so heftigen Aggressivität langsam und dafür chronisch-schleichend ein. Das kann ein langsam sich entwickelndes Rheuma sein, Polyarthritis oder jede beliebige andere Krankheit aus dem rheumatischen Formenkreis.
Vitamin C Defizit bei rheumatischer Arthritis
Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ist die Ascorbinsäurekonzentration im Serum im Vergleich zum Gesunden um ca. 93 % reduziert. Dafür findet sich ein hoher Anteil an Dehydroascorbinsäure. Ascorbinsäure zählt zu den Antioxidantien und wird nach dem Abfangen von freien Radikalen in Dehydroascorbinsäure umgewandelt. Beim Gesunden: Ascorbinsäure im Serum: ≈1,25 mg/dl, die Dehydroascorbinsäure : ≈0,38. Bei manifestem Skorbut werden 0,02 mg/dl gemessen.
Die niedrigen Werte deuten bei den Personen mit rheumatoider Arthritis auf erhöhten Bedarf und Verbrauch von Vitamin C hin, besonders in der Synovialflüssigkeit, wie Untersuchungen ergaben. Bei allen entzündlichen Reaktionen kommt es zur Freisetzung von Radikalen, die einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien bewirken.
Medikation: Natürliches Vitamin C täglich 6 bis 8 gr. oder Infusionen 3 x wöchentlich 7 bis 9 gr. Vitamin C (Fa Pascoe). Auch Vitamin E geben.
Gelenkerkrankungen und Darm
Die Ernährung stellt einen wichtigen Faktor dar, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Gelenkerkrankungen. Mit tierischer Nahrung wird Arachidonsäure (4- fach ungesättigte Fettsäure) aufgenommen und in Eicosanoide umgewandelt. Eicosanoide und Leukotriene (mit den Prostaglandinen verwandte, körpereigene Metabolite => im Stoffwechsel umgesetzte Stoffe) greifen in den Stoffwechsel der Gelenke ein und verursachen, wenn sie übermäßig anfallen, starke Schmerzen in den Gelenken (Leukotriene verursachen entzündliche und allergische Reaktionen).
Zuviel Fleisch produziert also zuviel dieser beiden Stoffe. Hemmstoffe gegen die Bildung von Eicosanoiden sind Fischölsäuren, deren Wirkung der Wirksamkeit der nicht steroidalen Antirheumatika entspricht.
Weitere Hemmstoffe sind Vitamin A, C, E, Mangan, Kupfer, Zink, Selen. Schweinefleisch sollte nicht gegessen werden, da es Sutoxine enthält, also besonders viel Schwefel und Schleimstoffe, aber auch Histamin und Wachstumshormone. In der Schweinelunge überleben auch unzählige Grippeviren.
Die Erfolge der japanischen Schädelakupunktur am Beispiel Dickdarm und Gelenke
Die Energieleitbahn des Dickdarms zieht vom Zeigefinger einer jeden Hand über Oberseite des Armes, Ellenbogengelenk, Schultergelenk bis zu den Nasenflügeln.
Das heisst, dass eine Störung im Organ Dickdarm ( und auch im Partnerorgan Lunge ) zu einem energetischen Ungleichgewicht in der Dickdarmbahn führen kann mit Auswirkung auf die von dieser Energie versorgten Gelenke. Die Folge können sein:Arthritis oder Arthrose im Zeigefingergelenk, Epikondylitis und Beschwerden in den Schulter/Armgelenken.
Gutgemeinte Therapien und Medikamente bringen keinen oder nur kurzfristigen Erfolg, wenn nicht dafür gesorgt wird, dass Dickdarm und/oder Lungen wieder in Ordnung kommen, denn, wie schon erwähnt, wirkt sich eine Störung bzw.Blockade als Fernstörung auf die Bereiche aus, die mit der Energie aus der Energiebahn (Akupunkturbahn) versorgt werden. Dieses Schema ist auf alle Organe und die mit ihnen über die jeweilige Energiebahn verbundenen Bereiche übertragbar.
Eine Domäne der neuen Schädelakupunktur nach Dr.Yamamoto ist die Möglichkeit, mit wenigen Akupunkturnadeln oder einem Laserstab gezielt die Blockaden in den Gelenken selbst und die in der Folge von Organstörungen entstandenen Fernstörungen aufzulösen. Kursangebote für die Schädelakupunktur s. unter www.von-frankenberg.de.
Gelenkbeschwerden durch Übersäuerung
Die meisten Gelenkerkrankungen sind stoffwechselbedingt, deshalb muss die Ernährung des Patienten abgefragt werden. In Fisch, Fleisch, Eiern finden wir große Mengen von Nucleoproteiden (Zellmaterial), das sich bei seinem Abbau im Körper mehrfach negativ auf den Säure-Basenhaushalt auswirkt. Als saure Mineralstoffe entstehen Phosphor- und Schwefelsäure. In einem chemischen Umwandlungsprozess werden die Purinanteile in Harnsäure umgewandelt, die neben vielen anderen Krankheitserscheinungen zu Gelenkschädigungen führen können, sofern sie nicht ausgeschieden werden.
Je mehr Fleisch, um so mehr Säure ist im Körper, denn der Verzehr von tierischem Gewebe führt immer zu erhöhter Säureproduktion. Die Neutralisationsfähigkeit des menschlichen Körpers beträgt aber nur 2 % der Harnsäure pro Mahlzeit. Der Rest kann das Bindegewebe, die Gelenke u.v.m. angreifen, bevor er über die Nieren ausgeschieden wird.
Weiterhin säurelastig sind neben Fleisch, Fisch, Eiern auch Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Nikotin bakterielle Infekte, Umweltschadstoffe und hormonelle Veränderungen.
Bei Übersäuerung werden dem Gewebe basische Mineralstoffe entzogen, ein Mineralverlust schwächt aber das gesamte Organsystem, viele enzymatische Funktionen können verlangsamt werden oder ganz ausfallen, die endokrinen Drüsen wie Schilddrüse und Hypophyse produzieren nicht mehr zuverlässig die notwendigen Hormone und die Knorpel, Sehnen und Gelenke werden über das Blut nicht mehr richtig mit Nährstoffen und Mineralstoffen versorgt, denn bei einer Übersäuerung ist das Blut wegen seiner Tendenz zur Verklumpung auch nicht mehr richtig fließfähig, allein dadurch vermindert sich die Versorgung der Gewebszellen.
Obwohl bekannt ist, dass Rheuma und Arthrosen häufig durch Azidosen im Körper entstanden sind, werden in der Schulmedizin immer noch fast ausschließlich entzündungshemmende Antirheumatika und Schmerzmittel wie Voltaren eingesetzt, anstatt das Milieu im Körper wieder zum positiven zu verändern.
Bei einer ausgeprägten Arthrose gleicht das Symptomenbild dem der Arthritis mit starken Entzündungsschmerzen. Üblicherweise wird der Begriff Arthrose mit Gelenkverschleiß in Verbindung gebracht, was nicht immer richtig ist, denn Verschleißerscheinungen müssen nicht immer zu einer Arthrose führen, und im Laufe des Lebens verschleißen Gelenke immer etwas.
Die Entsäuerung sollte im rheumatischen Formenkreis im Vordergrund stehen. Je länger nämlich der Organismus mit der Entmineralisierung aus Knochen und Gewebe kompensieren muss, desto größer ist die Gefahr einer Osteoporose, Osteomalazie und Spontanbrüchen mit schlechtem Heilungsverlauf.
Weitere Hinweise auf Übersäuerung können Knackgeräusche in den Gelenken sein, Arthrosen, wandernde Gelenkschmerzen und die Neigung, Bänder zu überdehnen. Zum Ausschwemmen der Harnsäure eignen sich Meerrettich, Borretsch, Kartoffelsaft und Stangensellerie, Rote Bete.
Generell sollte zur Auflösung angesammelter Entzündungs- und Schlackenstoffe an die katalytische Wirkung von Enzymen gedacht werden. Enzymkombinationen verbessern zudem gestörte Stoffwechselprozesse.
Die Übersäuerung des Körpers kommt nicht nur durch falsche Ernährung zustande, sondern auch durch Leber- und Nierenfunktionsstörungen und beim Sport, besonders beim Hochleistungssport. Ein Marathonläufer hat am Ziel eine genauso starke Gewebsübersäuerung wie der Krebskranke, nur der Sportler hat ausreichende Alkalireserven, die der Krebskranke nicht mehr hat. Aber auch der Sportler braucht nach seinen Leistungen größere Pausen, damit sich die kollagenen Fasern wieder von den Säuren befreien können. Stehen die Pausen nicht im richtigen Verhältnis zum Training und den anstrengenden Wettbewerbspielen, wie Fußball, Tennis etc., kann es durch die Übersäuerung zu Muskelfaserrissen, Sehnen- und Gelenkkapselrissen kommen.
Die Gefahr bei extremer Übersäuerung ist, dass der Körper zum Zweck der Pufferung die kationischen Minerale wie Kalzium, Magnesium, Zink und Mangan in großen Mengen verbraucht. Magnesiummangel kann Muskelkrämpfe verursachen. Bei Zinkmangel wird das Enzym Carboanhydrase nicht aktiviert, sodass Säuren nicht gespalten werden können in H+ (Wasserstoffionen), welches ausgeschieden wird und in Bicarbonat, das zurückresorbiert wird.
Bei Gelenkerkrankungen muss immer der Harnsäurespiegel im Blut kontrolliert werden. Das Bindegewebe hat eine hohe Aufnahmekapazität für Säuren, kann lange kompensieren. Ist der Harnsäurespiegel aber extrem hoch, ist das Bindegewebe schon voll und die ersten Schäden im Bewegungsapparat können bereits entstanden sein.
Die Leber hat die Aufgabe, neben der Entgiftung die angefallenen Säuren zu neutralisieren, nierengängig zu machen und die Abfallprodukte aus dem Eiweiß-Stoffwechsel an Transportglobuline zu binden, ebenfalls mit dem Ziel der Ausscheidung über die Nieren. Läuft dieser Prozess unvollständig ab, können die Nierenfilter (Glomeruli) verstopfen, ausscheidungspflichtige Stoffe bleiben im Körper und werden im Bindegewebe bzw. in den kollagenen Fasern abgelagert, sowie in die Gelenke abgeschoben.
Ist die Leber bereits degenerativ verändert, z.B. durch Fettleber oder Leberzirrhose, gibt es eine Kompression auf die die Leber durchziehenden Gallengänge, sodass die Galle nicht abfließen kann. Die Folge ist ein Übertreten von Gallenflüssigkeit in den Blutkreislauf, durch den sie im ganzen Körper und damit auch in die Gelenke verschleppt wird. Gallensäuren sind besonders scharf, deshalb verursachen sie auch starken Juckreiz auf der Haut. So können zu den Harnsäuren noch die Gallensäuren dazukommen, womit eine Potenzierung der Probleme erreicht wird.
Wie können wir einem Patienten mit Gelenkbeschwerden schon äußerlich ansehen, ob sein Problem durch Stoffwechselschlacken entstanden ist?
Im Auge und auf der Haut! Gallensäureeinlagerungen wie durch das Bilirubin bilden in der Iris und auf der Haut braune Flecken (Leberflecke), die Skleren färben sich gelb. Bei Harnsäureeinlagerungen ist die Iris gelb. Neben Ernährung und Entsäuerung bzw. Entschlackung ist in der Therapie noch an durchgemachte Infektionen zu denken.
Durchblutungsstörungen
Wenn wir im Dunkelfeldmikroskop Geldrollenformationen sehen, haben wir es mit Durchblutungssstörungen zu tun, bzw. mit einer Mangelversorgung von Nährstoffen aus dem Blut, nicht nur für das Bindegewebe sondern auch für die Gelenke.
Ein schlecht durchbluteter Patient, zu denen auch die Hypotoniker zählen, wird über kalte Hände und Füße klagen, Parästhesien, Ameisenlaufen, körperliche Abwehrschwäche und Müdigkeit. Auch bei diesem Problem gibt ein Blick in die Skleren Auskunft. Bei starker Unterversorgung mit Blut bzw. Nährstoffen sezernieren die Bindegewebszellen ein Hormon, das die arterielle Gefäßmuskulatur erschlaffen läßt, sodass sie sich weitet und das Gewebe besser versorgt wird. In den sonst weißen Skleren sind dadurch kleine, rote Äderchen durch die Weitstellung der Gefäße sichtbar. Im Gegensatz zu den kurzfristig geröteten Augen durch Zugluft oder Zigarettenrauch bleiben die roten Äderchen bei der chronisch veränderten Durchblutung immer sichtbar.
Therapie: Ernährungsumstellung, dazu gehört, kein tierisches Eiweiß (fault im Darm), keine Früchte und keine Rohkost (gärt im Darm) nach 17 Uhr essen, Entsäuerungspräparate, Sauna etc.
Das Lösen von Toxinen
Mangan in Tiefpotenz gegeben, ist optimal, um Ablagerungen schnell aufzulösen. Mangan oxydatum ist die Manganverbindung, die am stärksten wirkt.
Folgende Mangankombination löst sehr schnell rheumatoide Ablagerungen auf:
Mangan oxydatum D6, Cobalt nitricum D6, Lithium carbonicum D6 plus Drainagemittel z.B. Berberis D3, Solidago D6, auch als Komplexmittel z.B. Solidagoren (Fa. Klein), Phönix Solidagotropfen, Lymphmittel, Lebermittel, Darmentgiftung. Viel warmes Wasser trinken, Kräutertees, Apfelessig (1 Teel. auf 1 Glas warmes Wasser), Apfelessigumschläge um schmerzende Gelenke.
Schüssler Salze: Natrium sulf. D6: Bezug zu Leber, Galle, Pankreas, Drainage über das Gewebewasser;
Natrium phos. D6: alle Ausscheidungen riechen sauer, löst Harnsäure. Bei Gicht, Rheuma, Ischias, Nierenentzündung.
Natrium chlor. D6: Regelt die Wasseraufnahme und –ausscheidung. Kältegefühl neben der Wirbelsäule und in Händen und Füßen.
Bei knackenden Gelenken hilft ebenfalls Natrium chlor.D6, D12, Silicea D6, D12, oder das Komplexmittel Metaossylen (Fa. Fackler).
Isopathische Mittel: Recarcin und Formosan (Fa. Sanum), mit ihnen wird eine reaktive Stimulation therapieresistenter Krankheitsbilder erreicht.
Body Detox Elektrolyse Fußbad
Dieses neuartige Entgiftungssystem aktiviert die Ionentätigkeit im Körper, indem durch ein elektrolytisches Fussbad der Ionenfluss des Wassers aktiviert und auf den Körper übertragen wird, denn ein in intakter Ionenfluss im Organismus ist Voraussetzung für den Transport von Elektronen im Organismus. Ferner spielt die aktivierte Ionentätigkeit eine wesentliche Rolle bei der Kommunikation der Zellen untereinander, trägt zur Neutralisierung freier Radikale bei und fördert die Aussscheidung belastender Stoffe wie Schwermetalle und Gifte.
Diese Ausscheidung aus Blutgefässen, Lymphe, Gelenken usw. geschieht über spezialisierte Poren an den Fußsohlen. Das Körperwasser wird generell aktiviert, sodass es besser seine Funktionen als Transport- und Reinigungsmittel durchführen kann. Allgemein ist eine verbesserte Durchblutung der Gelenke und Blutgefässe zu beobachten.
Begleitend dazu ist die Leberreinigung nach Dr.Hulda Clark sinnvoll.
Eine Drainage ist immer wichtig, denn aus Ablagerungen in den Gelenken lösen sich oft kleine Kristallnadeln, die solange Schmerzen verursachen können, bis sie aufgelöst und ausgeschieden sind. Viel trinken ist Pflicht. Z.B. können Mineralsalze nur wirken, wenn sie in den Körperflüssigkeiten gelöst sind. Wird zuwenig getrunken, können die Salze z.B. bei Luftdruckabfall teilweise ausfallen und es kommt wieder zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verkrampfungen oder Rheuma.
Manchmal werden chronische Krankheiten erstmal Schritt für Schritt in ihren akuten Zustand zurückgeführt. Dann ist es sinnvoll, neben einer geeigneten Entgiftungstherapie wie das Elektrolyse Fussbad, ein Multimineral- bzw. Multivitamin Komplex zu geben, sowie die Schüsslersalze Ferrum phos. D6 und Calcium phos. D6. Denn bei der Rückführung in den Akutzustand kann es wieder Entzündungsprozesse geben, die viel Eisen benötigen.
Calcium phos. dichtet die Zellmembranen ab, sodass die freigewordenen Toxine die Zellen nicht schädigen können. Bei nervlich belasteten Patienten noch Zink dazugeben.
Die Milz
Lage: Unter dem Zwerchfell, hinter Pankreas. Funktionen: Blutspeicherung, Blutbildung beim Fötus während der Schwangerschaft und bei Erkrankungen des Knochenmarks, Abbau der roten Blutkörperchen und Thrombozyten, Mitbeteiligung bei der Antikörper- und Lymphozytenbildung. Nach chinesischer Auffassung sind die Aufgaben der Milz noch weitreichender. Danach kontrolliert und verteilt sie die gesamte Körperflüssigkeit wie Blut und Lymphe in den Organen und im Bindegewebe, die Nieren scheiden nur die harnpflichtigen Stoffe aus, die für den Körper wertlos sind.
Die Leber kontrolliert (aus alter chinesischer medizinischer Sicht) energetisch die Sehnen, Bänder, Gelenke und teilweise das Bindegewebe. Die Milz ist (ebenfalls aus chinesicher Sicht) der Meister für das gesamte Bindegewebe, das von der Körperflüssigkeit durchtränkt ist. Bindegewebe ist im ganzen Körper verteilt. Zu den verschiedenen Formen gehören das Gewebe, z.B. das Fettgewebe, Sehnen, Bänder, Muskelfaszien, Knorpel, Knochen, das Dentin (Kernsubstanz der Zähne) und das Parenchym (spezielle Zellen eines Organs, die dessen Funktion ermöglichen). Wegen des großen Einflusses der Milz auf das Bindegewebe sollten bei allen Erkrankungen, die mit ihm in Zusammenhang stehen, Milzpräparate eingenommen werden, d.h. bei allen Formen von Kollagenosen (systemisch-entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes), Venenschwäche, Leistenbrüche, Hämorrhoiden, rheumatische Erkrankungen, Arthritis und Arthrosen, Verschlackungen und Ödemen im Bindegewebe, genereller Lymphstau und bei Knochenmarkerkrankungen.
Da die Milz die Körperflüssigkeiten dirigiert und bei ihrer Schwächung z.B. durch Pfortaderstau, Infekt, Entzündung, Vergiftung etc. diese Aufgabe nicht mehr optimal wahrgenommen wird, sollte sie bei allen Entgiftungs- und Ausleitungstherapien mitbehandelt werden.
Entgiftet und ausgeleitet sollte immer bei allen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Zusätzlich immer Leber und Nieren unterstützen. Bei Übersäuerung des Bindegewebes neben den schon erwähnten Entsäuerungspräparaten mit oralen Gaben von Schüssler Salzen ergänzen: z.B morgens 3 Tabl. Natrium sulf. D3 und abends Natrium sulf.D6.
Eisenprozesse
Eisen ist wichtig für die Atmung. Mit jedem Atemzug strömt die belebende Atemluft in den Körper und gelangt mit Hilfe das Hämoglobins und Atmungsenzymen (Eisen ist an Eiweiß gebunden, Bestand im Menschen ca.4-5 gr.) in alle Zellen und das gesamte Gewebe, Blutbildung und Blutfunktion sind an Eisen gebunden. Ohne Eisen gibt es kein rotes Blut. Es hält die Körpertemperatur gegenüber der Aussentemperatur konstant.
Das Stoffwechseleisen beeinflusst zahlreiche physiologische Funktionen wie den Gallefluss, die Fettverdauung und die Muskelfunktionen, erhöht die Wirksamkeit der Vitamine A und C sowie der Hormone aus Hypophyse, Schilddrüse und Nebennieren. Eisen erhöht die Abwehrbereitschaft gegen Infektionen und wirkt Entzündungen und Allergien entgegen.
Störungen des Eisengleichgewichts sind häufig die Ursache für organische und psychische Erkrankungen. Paracelsus hatte dies schon erkannt, der den Begriff „Eisenkrankheiten“ prägte. Eisen gleicht Störungen im Eiweißstoffwechsel aus.
Bei akutem und chronischen Gelenkrheumatismus mit geschwollenen und deformierten Gelenken eignet sich eine gestufte Eisentherapie. Ferrum phos. D6, Siderit D8 / Equisetum D6 Inj, Hämatit D12 / Salix D3, Meteoreisen D20 / Formica D15 Inj. (2 x wöchentlich von beidem subcutan), jeweils 2-3 Wochen, plus Ameisensäure (z.B. Formicain).
Rheumatiker sind häufiger auch Leber- und Gallenkranke. Warum?
Die Leber stellt ein wichtiges Eiweißmolekül (Transferrin) zur Speicherung und zum Transport des freien Eisens im Serum her und reguliert den Eisenstoffwechsel. Ferner entsteht in der Leber durch Blutabbau die Galle, die in ihrer Funktion an Eisenprozesse gebunden ist.
Eisenprozesse kontrollieren als übergeordnete Zentrale die Tätigkeit der Gallenblase. Eisen fördert den Gallefluss und dessen Tätigkeit im Dünndarm. Die Galle wiederum fördert die Eisenrückresorption. Daher zu den homöopathischen Mitteln Leber-/Gallepräparate verordnen, z.B. Gallemolan (Redel), Galloselect (Dreluso), Gallopas (Pascoe), Leber- /Galletropfen (Cosmochema), Hepatofalk (Falk), Choledoron (Weleda).
Goldprozesse
Goldprozesse steuern das Herz-/Kreislaufsystem. In der Homöopathie wird Gold gerne bei den depressiven Menschen verordnet, besonders bei denen, die sich in der Dunkelheit fürchten, sich vor eingebildetem Unheil ängstigen und zu Selbstvorwürfen sowie Lebensüberdruss neigen. Im Körperlichen dominieren: Herzrhythmusstörungen, Blutandrang zum Kopf und rheumatische Schmerzen der Gelenke.
Der Patient mit gestörten Goldprozessen hat häufig Schlafstörungen und wacht gegen 4 Uhr morgens auf,um nicht mehr einzuschlafen. Die Beschwerden verschlimmern sich in Ruhe, nachts und frühmorgens, bei Kälte und nach geistiger Anstrengung. Sie bessern sich in Wärme, im Freien und bei Bewegung.
Gold ist ein Anti-Entzündungsmittel bei Darmentzündungen, Ekzemen, Akne, Herzinnenhautentzündung, bei allen durch Streptokokken verursachten Erkrankungen, bei der primär und sekundär chronischen Infekt-Arthritis, bei Gicht und Arthrose.
Von Gold sagt man, dass es noch dort heilt, wo Antibiotika nicht mehr greifen. Während Antibiotika das Heilmittel Fieber unterdrückt und die Immunabwehr schwächt, aktiviert Gold die gesamte Abwehr. Aurum präp. D6 neben Stannum präp. D8 ist hilfreich bei allen entzündlichen und degenerativen Prozessen von Gelenken wie der primären und sekundären Polyarthritis, Spondylitis und auch Arthrose, sofern die Ursache sich im Herz-Blutsystem befindet. Auch bei Hydrops der Gelenke und Herzwassersucht oder Pleuritis.
Zinnprozesse
Zinnprozese steuern den gesamten Wasserhaushalt im Organismus, d.h. sie halten das Gleichgewicht zwischen Ausscheidung und Speichern der Flüssigkeit im Körper. In den Gelenkhäuten halten Zinnprozesse das Gleichgewicht zwischen Befeuchtung und Austrocknung. Neben der Kontrolle über den Wasserhaushalt regieren Zinnprozesse auch das gesamte Gelenksystem, einschließlich Muskel-Stütz- und Bindegewebe, in Zusammenarbeit mit der Leber, die aus der Sicht der chinesischen Medizin zusätzlich die Sehnen, Bänder und Gelenke kontrolliert.
Von der Organseite ist die Leber das Zentralorgan des Säfteorganismus. Sie beeinflusst das Vermögen des Körpers, Wasser zu binden oder auch auszuscheiden. Zinnprozesse steuern diesen Vorgang. Herrschen Zinnprozesse in der Leber vor, führt dies zur genannten Wassersucht im Körper. Schwache Zinnprozesse in der Leber führen zu vermindertem Wasserbindungsvermögen. Auch die chemischen Tätigkeiten werden in der Leber von Zinnprozessen gesteuert, z.B. die Glykogen-, die Eiweiß- und die Gallebildung.
Störungen aller zinnverbundenen Leberaktivitäten führen zu den verschiedensten Stoffwechselentgleisungen wie Allergien, Hauterkrankungen, Rheuma, Arthritis und Arthrosen.Therapie bei Gelenkbeschwerden: Falls Zinnprozessstörungen in der Leber vorhanden, Leberpräparate wie Livit Fa.Med Med, Hepatofalk etc. plus Stannum met. In ausgleichender Potenz einsetzen, z.B. D8. Entzündungen der Gelenke: Stannum met. D4 trit., D8 Inj.
Arthrosis deformans: Stannum met. D5, Phosphor D6. Zinn, Phosphor, Mandragora in Verbindung mit den Katalysatoren des Zitronensäurezyklus (Fa. Heel) führen häufig zum Rückgang der Arthrose und der Weichteilschwellungen.
HP Angelika von Frankenberg
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